![]() |
zur
Person … |
Nun möchte
ich auch den Hintergrund des doch etwas „anrüchigen“ Titels
beschreiben.
Vielleicht kann man es dann besser verstehen. Und … wie ich zum Schreiben kam … Gute Frage. Eine plausible Antwort darauf zu geben, wäre fast zu einfach. Dieses „Arschloch“ Angst hat mich eigentlich tatsächlich da hin getrieben. Aber? Wie man sieht, hat alles im Leben seine guten und seine schlechten Seiten. Selbst die ANGST. Mitten im Leben hat sie sich ungefragt gemeldet. Ich wollte sie nicht haben und ich habe sie nicht gerufen. Eine geschwächte Lebensphase und die Angst hat mich noch mehr geschwächt. Was ich wirklich wollte? Dieses Ungetüm einfach nur noch los werden. Sie hat mich eine Zeit meines Lebens begleitet. Heftig, ungefragt und ungezogen. Ich habe mich da wieder raus gebuddelt. Aus diesem Käfig, in dem sie mich gefangen hielt. Warum hielt sie mich gefangen und warum habe ich mich von ihr einfangen lassen? Tja … Erlebnisse in meinem Leben, die nie verarbeitet wurden, aber durchlebt waren. Ich habe sie beiseite gepackt und wollte mich nicht mit ihnen beschäftigen. Ich wusste ja nicht, dass ich ein Trauma nicht verarbeitet hatte und das Leben mich auch sonst nicht wirklich verwöhnte. Ich habe das nicht gemerkt. Bis die Panikattacken mich immer mehr im Griff hatten und Oberhand über mein Denken, Tun und Handeln hatten. Ich wurde unbemerkt zum Verdrängungskünstler. Vermeidungsstrategien, wie jeder „Panikattacken-Patient“ sie wohl sehr gut kennt, bestimmten mein Leben. Heute bin ich froh, dass ich mich so viel mit diesem Thema auseinandergesetzt habe. Die Angst hat keine Macht mehr über mich. Nein, heute bringt sie mich manchmal eher zum Lächeln. Das allerdings ist meine Art mit ihr umzugehen. Ich komme mit ihr klar, auch wenn sie manchmal leise an die Tür klopft und um Einlass bittet. Ich frage sie dann, was sie möchte. Gibt es dann wirklich einen Grund für ihren Besuch? Wenn ja, dann nehme ich mir die Zeit für sie. Es ist eigentlich ganz einfach. Ich konnte sie nicht abschütteln. Sie klebte an mir wie Pech. Und, sie hat sich mich als Freundin ausgesucht. Aber, ich wollte diese „falsche“ Freundin nicht an meiner Seite haben. So, wie sie sich benahm, benehmen sich nur „Arschlöcher“, die dir nichts Gutes wollen. Ja, ich weiß, das klingt hart. Das ist es aber auch. Wer sich mit Panikattacken und Angststörungen ein wenig auskennt, weiß wovon ich hier schreibe. Manch einer wird pikiert die Nase über meine Umgangssprache rümpfen. Ich bin mir dessen wohl bewusst. Ich mag hier aber nichts beschönigen. Es ist so wie es ist; es war so wie es war. Und ich bin wie ich bin. Dem einen wird meine „offene“ Art gefallen, dem anderen nicht. Was soll´s? Muss ich mich eigentlich der Masse anpassen? NEIN, muss ich nicht. Wer tut das schon wirklich ständig im Leben? Ich bin ein ehrlicher Mensch und ich rede und ich schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Für wen muss ich mich verstellen? Muss ich mich verstellen, damit ich in diese berüchtigte Schublade passe? Nein, auch da werde ich im Leben nicht reinpassen. Wenn das jetzt vielleicht etwas trotzig für andere klingt, ist mir das aber allemal lieber, als wenn ich hier um den heißen Brei rede. Ich leide unter dem „Helfer-Syndrom“. Kann sich vielleicht niemand vorstellen, der mich nicht etwas besser kennt. Ich bin ein Mensch mit sehr viel Gefühl, Herz und Verstand. Genau darum hat die Angst auch leichtes Spiel mit mir gehabt. Ich denke nicht nur oberflächlich und ich mag keine oberflächlichen Menschen. Worte, die ich ausspreche und Wörter, die ich schreibe, haben ihren Sinn. Das ist nichts dahin Geklatschtes. ICH stehe dafür gerade. Immer noch. Wenn ich Fehler mache, kann ich mich dafür entschuldigen. Ich muss diese Fehler nicht anderen in die Schuhe schieben, um meinen Arsch zu retten. „Und wenn Du mein Herz und meine Seele berührst, dann weißt Du, wer ich wirklich bin. Wenn Du bereit bist, mir die Ehrlichkeit entgegen zu bringen, die ich Dir gern schenke, dann erfährst Du, wie groß ein liebendes Herz ist.“ So. Nun habe ich eigentlich doch viel von mir erzählt. Die Angst habe ich mittlerweile in den Griff bekommen. Es geht mir gut. Ich kann meinen Hobbys nachgehen. Tanzen, Musik hören, schreiben, ab und zu mal einen Schießplatz besuchen, Spaß haben. Einfach mein Leben genießen. Also, was will ich mehr. Was ich mir wünsche? Ich wünschte, ich wäre eine gute Fee. Dann könnte ich die Menschheit davon überzeugen, dass das Wichtigste auf der Welt nicht auf der Strecke bleiben darf. Die LIEBE. Ich wünschte, ich könnte Familien zusammenhalten. Ich wünschte, es gäbe keine Armut, keine Krankheiten, keine Kriege, keinen Hass und keinen Neid. Ich wünschte jedem ein tolles und angenehmes Leben, voller Freude und im Einklang. Leider bin ich nicht die gute Fee. Aber, vielleicht kann ich ein wenig zum Nachdenken anregen. Damit wäre uns allen geholfen. Nachdenken über das, was wir jeden Tag aussprechen und tun. Nachdenken, ob wir lieber jemanden eine Freude bereiten, oder ihn verletzen. Nachdenken, ob der Tag gut oder eher schlecht war. Ich verschenke lieber ein Lächeln, als einen bösen Blick. Die Angst hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich habe verarbeitet und über mein Leben nachgedacht. Will ich wirklich so weiter leben, oder möchte ich, dass es mir besser geht? Diese Gedanken haben sich für mich allemal gelohnt. Ich unterscheide heute, was mir gut tut und was mich schwächt. Letzteres schaue ich mir eine Weile etwas genauer an. Dann werfe ich das weg, wenn die Möglichkeit besteht. Es geht mir ganz gut damit. Ich wünsche jeden, der meine Seite betritt, diese Gedanken und diese Kraft. Und … ich freue mich über jeden, der mich hier besucht. Wer das Buch liest oder gelesen hat, weiß ganz sicher, wovon ich hier schreibe. Manch einer wird sich in meinen geschriebenen Zeilen wieder erkennen. „Und wenn die Angst Dich begleitet, bei Tag oder bei Nacht, denke immer daran, Du bist nicht allein!“ Das Leben kann auch für Dich wieder schöner und angenehmer werden. Lass Dich in den Arm nehmen und weine Dich aus. Freue Dich auf ein schöneres Leben. Ich reiche Dir meine wärmende Hand. Genieße Deine Zeit und denke auch mal an DICH. Ich bedanke mich für Deinen Besuch und wünsche Dir von ganzem Herzen viel Glück. |
|
